• 31. März 2020

Sorge und Krisenmanagement in Zeiten des Corona-Virus

Sorge und Krisenmanagement in Zeiten des Corona-Virus

Sorge und Krisenmanagement in Zeiten des Corona-Virus

Sorge und Krisenmanagement in Zeiten des Corona-Virus 1024 683 Goldkind
Mit Eintreten der Ausgangsbeschränkungen ist letztlich weltweit klar, dass wir uns in einer Krise befinden, die sich nach anfänglich harten Eingriffen in das Wirtschaftsleben in einer nachgelagerten Rezession äußern wird. Während Menschen ihre freiheitlichen Grundrechte verringert sehen, ist die Unsicherheit über den Dauer wie auch die wirtschaftlichen Auswirkungen groß. Wir lernen uns, unser Leben, unsere Sozialkontakte, unseren Job neu kennen und lesen über das “neue Normal”, welches Zukunftsforscher zu beschreiben versuchen. Da liest man von “Re-gnosen”, die sich von einem Tag x in der Zukunft auf heute besinnen, um die Veränderungen zu erkennen, die andauern mögen. (Hier) Man liest genauso über dunkle Zukunftsszenarien, in denen die Weltordnung verschoben ist. All dies hilft jedem Einzelnen nur bedingt aus seinem Trauerzustand über den Verlust der alten Ordnung. Was verloren gegangen ist, ist Halt. Eine klare Orientierung an Normen, einem Alltag, der unumstößlich erschien. Und in diesem Schwebezustand läuft das Leben weiter. Vor allem auch das Wirtschaftsleben, in dem Zahlungen zu leisten sind, Verträge einzuhalten, neue Verträge geschlossen werden sollten. Folgt man dem “Fels in der Brandung”-Prinzip oder doch eher dem “Anpassen an neue Realitäten” oder einer Mischung aus beidem? Hier eine, die meine, Vorgehensweise:
  1. Grundsätzlich gilt es sich über die Auswirkungen auf das eigene Geschäft klar zu werden. Was heißt das für meine Strategie, meine Planung, meine Operations und meine Cash-Position?
  2. Wo finde ich meinen Boden? Sprich: Wenn alles gegen mich läuft, wo ist mein Rückzugspunkt, der mich auf jeden Fall über die Krise trägt? Was muss ich dafür tun? War ich ehrlich genug zu mir, dass ich auch gegen meine erste Intuition alles dafür getan habe?
  3. Wo kann es bestensfalls für mich hingehen? Wenn alles gut läuft, wie sieht mein Unternehmen dann aus?
  4. Was kann ich aus meinen Maßnahmen aus dem Worst Case Szenario mitnehmen in meinen “Real Case”, der irgendwo zwischen Worst und Best Case liegt? Was macht auf jeden Fall Sinn und wurde nur weil ich dazu gezwungen war darüber nachzudenken nun klar?
  5. Diesen Mittelweg zügig mit dem gesamten Team besprechen, den darauf aufbauenden Plan verabschieden und dann darauf schnell agieren!
  6. Kommunizieren! Alle stellen sich die gleichen Fragen und brauchen Halt. Geben Sie diesen Halt zumindest dort, wo Sie es können. In Ihrem Unternehmen.
  7. Plan ist gut, Umsetzung ist wichtig! Nun wird es konkret und die Maßnahmen müssen ausdetailliert werden, damit die Umsetzung auch gelingt.
  8. Der Staat ist keine Hilfe. Ja, es gibt gigantische Programme, die unsere Wirtschaft stützen sollen, aber auf diese zu vertrauen und sie gar einzurechnen, wäre fahrlässig.
  9. Zu guter Letzt: Don’t panic. Jetzt ist ein Kopf, und zwar ein kühler, gefragt und kein kopfloses Flattern.
In diesem Sinne: Gesund bleiben und das kommunizieren, was man weiß! Auch davon sprechen, was man nicht weiß und sobald man es weiß wieder kommunizieren. Authentische Führung ist glaubhaft und gibt Halt in einer volatilen, unsicheren Welt.